„Brexit” und Gewerbeimmobilien in Berlin

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Brexit” und Gewerbeimmobilien in Berlin

„Brexit” bedeutet – nach dem Votum Großbritanniens für einen EU-Ausstieg – den Verlust der Niederlassungsfreiheit und wird dazu führen, dass Banken sowie Versicherungsunternehmen nicht-britischer Herkunft, die in Großbritannien ihren Hauptsitz haben, aus London abwandern warden.

Einige Banken haben bereits damit begonnen, ihre Londoner Filialen zu verlassen und die Geschichte lehrt uns, dass nach dem Weggang einer Bank rasch weitere folgen warden.

Während meist von Frankfurt, Paris, Amsterdam und Dublin als möglichem „Ersatz”-Standort geschwärmt wird, würden die Mitarbeiter von Banken und Versicherungsunternehmen – wenn es nach ihnen ginge – ihren Standort nach Berlin verlegen. Allerdings hat uns die Geschichte ebenso gelehrt, dass große Banken und Versicherungsunternehmen in den seltensten Fällen dazu neigen, die Wünsche ihrer Mitarbeiter zu berücksichtigen, wenn es um die Festlegung ihres Standorts verlegt geht.

Büroflächen in Berlin nicht ausreichend

Obwohl Berlin im Jahr 2016 genügend Einzelhandelsflächen und Fertigungszentren sowie Logistikzentren anzubieten hat, fehlt es in der Bundeshauptstadt an für neugegründete Hightech-Startups bezahlbaren Büroflächen. Diese zahlreichen neugegründeten und kleinen bis mittelständischen Unternehmen sind derzeit die treibende Kraft des Berliner Büroflächenmarkts.

Laut Florian Nöll, dem Vorsitzenden des Bundesverbandes Deutsche Startups e. V., ist die deutsche Startup-Hauptstadt Berlin der Gewinner des Brexit, London der Verlierer.

Dieser Mangel an Büroflächen für Hightech-Startups, sei es für normale Büroräume oder große, ehemalige Lagerhallen, die in große Bürogemeinschaften umgebaut werden, ist nicht nur in Berlin zu beobachten. Dublin hat mit ähnlichen Problemen zu kämpfen, was in einem Artikel von Adrian Weckler für den Irish Independent als Mangel an Büroflächen, der unseren Technologie-Hoffnungsträgern das Leben schwer macht” bezeichnet wird.

Im April diesen Jahres haben wir über die sich bietenden Chancen des Brexits berichtet, und bereits letztes Jahr darüber, wie der Boom der Technologie-Unternehmen in Berlin dazu beigetragen hat, den Leerstand an Gewerbeflächen zu verringern.